Implantatversorgungen
Einführung
Die Implantation - die „Einpflanzung“ - einer künstlichen Zahnwurzel kommt der Natur eindeutig am nächsten. Im Aussehen, einer natürlichen Mimik, im Gefühl und beim Essen, Lachen und Sprechen. In den Knochen des Ober- und Unterkiefers eingesetzt, wird auf den Implantaten festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz verankert. Die Anzahl der in Deutschland eingesetzten Implantate hat erheblich zugenommen: 2001: ca. 200.000 gesetzte Implantate 2006: ca. 600.000 gesetzte Implantate
Aufbau einer künstlichen Zahnwurzel mit Krone
© FRIADENT GmbH
Die wichtigsten Vorteile von Implantaten
- Ersatz verloren gegangener Zähne, dadurch Schonung der eigenen –gesunden – Zähne => die eigenen Zähne müssen keine Trägerfunktion übernehmen oder etwa beschliffen werden
- fester Prothesenhalt wird ermöglicht
- Schutz vor Knochenabbau
- sichere & vorhersagbare Behandlungsmethode
- hervorragende Biokompatibilität des Implantat-Werkstoffes Titan
- Langlebigkeit (bei gewissenhafter Mundhygiene!), 95% aller Implantate halten 10 Jahre und länger
Voraussetzung für eine Implantation
- Gewissenhafte, perfekte Mundhygiene
- ausreichende anatomische Voraussetzungen
- keine schweren Grunderkrankungen, wie z.B.:
> Bluterkrankungen (Leukämie),
> nicht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
> chronische Störungen des Immunsystems,
> Alkohol-, Nikotin- und Drogenabhängigkeit,
> regelmäßige Einnahme von Cortison, Immunsuppressiva und Zytostatika,
- regelmäßige Kontrolluntersuchungen und PZR- (Professionelle Zahnreinigung) Behandlungen in der Zahnarzt-Praxis (sog. Recall) mindestens 2 mal im Jahr, um rechtzeitig negative Veränderungen zu erkennen und zu beheben
Indikationen für eine Implantation sind
1 Die Frontzahnlücke (hierbei steht besonders die Ästhetik im Vordergrund > ästhetische Implantatlösungen)
2 die Seitenzahnlücke
3 fehlende Zähne am Ende einer Zahnreihe
> 1-3 festsitzende Implantatversorgungen
4 der teilbezahnte Kiefer
5 der unbezahnte Kiefer
> 4 und 5 herausnehmbare Implantatversorgungen
Ergänzende Informationen
Aufklärungsblatt und Einverständniserklärung: PDF-Download
Verhaltensregeln nach chirurgischen Eingriffen im Mund- und Kieferbereich: PDF-Download
Behandlungsfälle
Indikation 1, Frontzahnlücke
Verlust des oberen Schneidezahnes
Situation nach Zahnverlust rechter Schneidezahn, eingesetztes Implantat mit eingeschraubtem Pfosten
© Dental ZZ Zahntechnik GmbH
eingesetzte Krone
© Dental ZZ Zahntechnik GmbH
Indikation 2, Seitenzahnlücke
A) Einzelzahnversorgung im rechten Oberkiefer
Implantat als Ersatz für fehlenden Backenzahn eingesetzt, minimal invasive Operationstechnik mit offener Einheilung
eingesetzte Krone
Indikation 2, Seitenzahnlücke
B) Brückenversorgung im Ober- und Unterkiefer
Komlplettsanierung Ober- und Unterkiefer, Brückenversorgung in Kombination von natürlichen Zähnen und Implantaten
Indikation 3, fehlende Zähne am Ende der Zahnreihe
Ersatz der Unterkieferseitenzähne beider Kieferhälften
Unterkiefer-Implantatpfosten auf dem zahntechnischen Modell.
Unterkieferbrücken auf dem zahntechnischen Modell
Indikation 4, teilbezahnter Kiefer
implantologische Versorgung eines teilbezahnten Oberkiefers (zum Erhalt einer bereits bestehenden Teilprothese nach (Pfeiler-) Zahnverlust im rechten Oberkiefer)
Oberkieferteilprothese mit 3 natürlichen Ankerzähnen und 2 Implantatankern, auf eine Gaumenbedeckung konnte verzichtet werden.
Indikation 5, unbezahnter Kiefer
Versorgung eines unbezahnten Oberkiefers mit einer gaumenfreien Prothese
auf 4 Implantaten verankerte - gaumenfreie – Oberkieferprothese
